Posts mit dem Label Beichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beichte werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

𝟙𝟝 Die Sache mit der Wandlung

In meinem kleinen Atelier findet ein regelmäßiger Maltreff statt. 
Wir malen schon sieben Jahre. 
Seit Jahren bemühe ich mich, meine liebe Gruppe vom Kopieren wegzubringen und vom fotografisch genauen ´pingeligen´ Malen. Statt künstlerisch zu interpretieren, höre ich immer denselben Satz:„Aber es ist doch so!”
Und wenn ein Bild mal anders gelingt, fällt man vor Schreck wieder drei Schritte zurück. Künstlerisch umsetzen unter Einbeziehen der inneren Realität - ís´ des schwer!


Nach der ersten Beichte meines Lebens, zu der mich Jesus im Traum aufrief, hatte ich ein tiefgreifendes Meditationserlebnis und es passierte in der Realität etwas Unglaubliches.


Als wir uns wieder zum Malen trafen, malten alle, wie auf Kommando, als wenn Jahre der Entwicklung vergangen wären.
Meine innere Lösung hatte sich offensichtlich auf die anderen übertragen, ohne dass ich daran gedacht hätte.


Und genau das ist es, was der Buddhismus sagt:„Du kannst die Welt erlösen, indem Du Dich selbst wandelst.”
Oder die kontemplativen Orden, die glauben, dass sie der Welt helfen, indem sie an sich selbst arbeiten, in der Stille und dem Gebet.


Ich war von dem Ergebnis schockiert.


Vielleicht tut sich deshalb in der Welt so wenig, weil wir die Sache falsch herum angehen.


Leider hielt es nicht lange an, und ich fragte mich natürlich, warum.


Aber dieses ´anders herum´ kommt einem so vor, als sollte man in den Abgrund springen, um festen Boden unter die Füße zu bekommen. 


Da braucht es schon viel Vertrauen in das Unmögliche.
.
.

𝟚𝟛 Jesus erscheint mir im Traum

In einem Traum erschien mir Jesus und sagte streng: „Tu Buße, Pater B. wird Dein Beichtvater sein. Ich werde es ihm sagen.”

Da ich nicht katholisch bin, fragte ich: „Muss ich dazu katholisch werden?”
Jesus antwortete: „Nein, das geht so.”


Ich hatte mich in keinster Weise mit diesem Thema beschäftigt noch fühlte ich mich in besonderer Weise schuldig.


Am nächsten Tag rief ich diesen Priester an, erzählte ihm meinen Traum und fragte ihn, ob er mein Beichtvater sein wolle. Er akzeptierte.
Es vergingen Wochen, in denen ich mich vorbereitete.

Während der Beichte und dem ´Absolve te´ empfand ich zunächst gar nichts. Ich stand wie unter Narkose, aber meine Psyche reagierte wie auf einen großen Schock. Es war, als ob eine riesige innere Energie wie ein Hochgeschwindigkeitszug in meine Tiefe raste, bis die Talsohle erreicht war, um dann wieder gereinigt aufzusteigen.


Dem großen Schock entsprechend dauerte der Prozess vier Tage. Erst dann erreichte die gereinigte Energie wieder die sichtbare Oberfläche, und während der Meditation daheim, am vierten Tag danach, geschah Folgendes:

Mein Inneres verwandelte sich in einen riesigen Dom: die St Paul´s Cathedral in London.
Von allen Seiten dröhnte es in mir: „Absolve te … absolve te!”
Dann erfüllte kosmische Musik den ganzen inneren Dom. Ich erfuhr die tiefe Vergebung Gottes und hörte immer wieder „Absolve te … absolve te!” im mächtigen Raum der inneren Kathedrale.


Diese Paulskirche in London schildert tatsächlich die Bekehrung des Saulus zu Paulus, und meine innere Kathedrale erlebte meine eigene Bekehrung.


Als ich aus der Meditation herauskam, glaubte ich, es seien fünf Minuten vergangen, aber ein Blick auf die Uhr zeigte, dass es zwei Stunden gewesen waren.

Ich malte hinterher die beiden Bilder, vor und nach der Bekehrung, und stellte sie später einmal aus. Die Flamme des bekehrten Paulus erschütterte einen Besucher meiner Ausstellung derart, dass auch er in tiefe Meditation beim Betrachten fiel und lange reglos vor dem Bild verharrte.