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Soll ich ein Buch mit meinen spirituellen Geschichten veröffentlichen?

Seit einiger Zeit fragte ich mich, ob ich ein Buch mit meinen spirituellen Geschichten schreiben und herausgeben sollte. Und ob die Leute das überhaupt lesen wollten.

Inzwischen wurden es immer mehr Erlebnisse mit Gott, und der Ordner wuchs und wuchs.
Das ging nun schon einige Zeit hin und her und ich kam damit nicht weiter. So übergab ich es Gott und bat um eine Antwort.

Eines Morgens schaltete ich nach meinem Gebet das Radio an und hörte, wie eine Botschaft von Gott, folgenden Satz:

Er war im Zweifel, ob er ein Buch darüber schreiben sollte und tat es schließlich. Es stellte sich heraus, dass das goldrichtig war.


Es war irgendeine Opernsendung, die ich rein „zufällig” eingeschaltet hatte.

Da hatte ich meine Antwort und machte mich an die Arbeit.

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𝟙 Die Einheit der Religionen

Ich saß ganz still an meinem Lieblingsplatz in einer Kirche und lauschte nach innen. Es war eine Zeit, in der kaum jemand außer mir in der Kirche war.

Während ich mich im Gebet versenkte, erschien mir in seiner Zelle in Flüeli-Ranft Bruder Klaus, den ich sehr liebe und dessen winziges Medaillon ich immer bei mir trage. Er kam, um mir etwas zu zeigen und eine Botschaft zu überbringen, und verschwand selbst sofort wieder.
Ich sah Folgendes:


Eine Spielzeugapotheke mit vielen kleinen Schubfächern und weißen Emailschildern. Ganz oben war ein größeres Emailschild, auf dem Apotheke stand.
Und Gott war der Apotheker.
Die vielen kleinen Schubfächer waren die verschiedenen Religionen und sie gehörten zusammen.
Und Gott war der Herr über alle.


Dann verschwand das Bild, und die innere Schau war zu Ende.



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𝟟 Auf Zimmersuche

Ich suchte ein Zimmer als Studentin und war zu spät dran. 
Alle Zimmer waren schon vergeben. Es war aussichtslos. 
Alles hatte ich schon versucht. 
Zwei Wochen konnte ich in einem ungeheizten Zimmer vorübergehend schlafen, dann musste ich auch dort ausziehen. 

 Die zwei Wochen waren um. 

Es schneite. Ich fror und öffnete die Balkontüre, weil mir das Schneetreiben draußen wärmer schien als das eisige Zimmer.


Ich betete, ging verzweifelt auf die verschneite Straße hinaus und lief aufs Geratewohl vor mich hin, als plötzlich eine Stimme in meinem Herzen sagte:

„Geh rechts und läute dort.”

Eine freundliche Frau öffnete und sagte, als sie nach einem Studentenzimmer gefragt wurde, dass eben zwei Zimmer frei geworden seien, da ihr Sohn ausgezogen sei. Ich könne wählen, welches Zimmer ich wolle. 


Ich wählte das kleinere Zimmer mit Kanonenofen und einem alten Kastanienbaum vor dem Fenster, urgemütlich, und wusch mir aus Versehen vor lauter Freude die Haare mit Zahncreme. Dann hängte ich Bilder von Tagore an die Wand, streckte mich auf dem Sofa aus und las in einem Tagorebüchlein über die selbstlose Liebe.

Mehr Glück passte in mein Herz nicht mehr hinein.

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𝟠 Am Totenbett meiner Tante

Als meine Lieblingstante im Krankenhaus gestorben war, rief mich ihre Tochter, meine Cousine, an und bat mich zu kommen.

Ich setzte mich diskret in etwas Abstand ans Fußende vom Bett der Toten hin und betete. Die Atmosphäre im Zimmer war sehr schwer, fast erdrückend.


Plötzlich fühlte ich den Auftrag, der Toten zu helfen und innerlich laut zu rufen:

„Du bist gestorben, schau ins Licht! Du gehörst jetzt in die andere Welt.” 

Ich hatte das Gefühl, in dem Moment ein Priester zu sein.

Da wurde es licht im Raum, und etwas sehr Helles schwebte vom Kopfbereich her zur Decke und verschwand. Ich hatte das Gefühl, dass es ihre Seele war, die zu Gott heimging. Danach war alles leicht und friedlich im Raum.


Die Tante war eine tief gläubige Seele, und ich war sicher, dass sie zu Gott ging.


Jahre später hat mir meine Cousine erzählt, dass sie das gleiche Lichterlebnis am Totenbett ihrer Mutter gehabt hat wie ich.

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28 Der Kelch

Meine Sehnsucht nach Gott ist manchmal übermäßig groß, und dabei hilft mir dann die Messe sehr.
Heute früh bin ich kurz nach 5 Uhr aufgestanden zum Gebet, und die Sehnsucht nach Gott war wieder groß.
Ein geschenkter, frischer Strauß Margeriten stand vor mir im Meditationseck, und mir war Gott in diesem wunderschönen Strauß nah.


Da schien mir, dass ich ein immer größer werdender Kelch wurde, so groß wie der ganze Kosmos, mit feinen Linien wie auf einem Bild des Malers Feininger, auf dem eine Kathedrale dargestellt ist, und ich löste mich in der Hingabe an Gott auf, glückselig, SEIN Gefäß zu sein, aus dem ER trinken könne.
Da fühlte ich mich ´eins´ mit IHM.


Das Ganze dauerte ein oder zwei Minuten und war zart und licht, fast transparent.


Es hinterließ ein Gefühl sehr großen Glücks.

𝟚𝟡 Buddhistischer Schutz

Während einer Messe in Nonnenhorn, bei der ich buchstäblich nichts verstand, weil ich zu weit hinten saß und weil meine Ohren inzwischen sehr schlecht geworden sind, fing ich zu meditieren an und nahm einfach die sehr gute Schwingung des Priesters auf.
Völlig überraschend traf mich plötzlich die sehr hohe Energie eines buddhistischen Lamas, Seine Erhabenheit Thich Nu Din, mit der Botschaft „Ich schütze Dich!“
Völlig erstaunlich, als ich überhaupt an so etwas nicht gedacht hatte und der Priester von etwas ganz anderem sprach.

Dem vietnamesischen Lama habe ich einmal viele Zen-Bücher geschenkt und er hatte mich dazu in meiner Wohnung mit einem Mönch besucht. Er hatte bereits vierzig Bücher übersetzt und wollte sich ein eigenes Bild machen, ob er meine Bücher brauchen könne.
Er wollte mir zum Dank etwas schenken und sagte das zweimal, aber ich antwortete jedes Mal: „Kein Geschenk, nur Gebet.”
Da ich in meiner jetzigen Situation dringend Schutz und Gebet brauchen konnte, tröstete mich das Angebot ungemein.

Das ist das zweite Mal, das mir Gott in der Not einen Helfer aus dem asiatischen Raum schickte, während meine Gedanken im christlichen Raum weilten. ER wählt, wie ER es für richtig hält und was in der Situation gerade am besten passt.
Die Asiaten sind auf manchen Gebieten einfach weiter als wir.
Das scheint unser lieber Herrgott zu wissen.

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𝟛𝟜 Der vermisste Hund

Es ist Winter und der sehr alte, gelenkkranke Bauernhund fehlt und ist die ganze Nacht nicht heimgekommen. 
Alles Suchen und Rufen hatte nichts gebracht.
 

Unauffindbar, sagte man am anderen Morgen zu mir, und es war kalt, unter Null.

Als ich es erfuhr, ging ich betend zu den Gärten und hatte ihn in fünf Minuten in einem Komposthaufen gefunden, der so abschüssig war, dass er nicht mehr alleine herauskam. Die vielen Apfelsinenschalen hatten ihn notdürftig gewärmt.


Er überlebte.

𝟜𝟘 Kehrwoche

Eine Mutter kehrte vor dem Haus die steinernen Treppenstufen. Ihr kleines Bübchen wollte helfen, bekam einen kleinen Besen und eine Schaufel. 
Er versuchte mit aller Konzentration, den Kehricht auf die Schaufel zu kriegen, schaffte es aber trotz aller Willensanstrengung nicht, den Besen mit dem Kehricht auf die Schaufel zu richten und kehrte noch und noch alles neben die Schaufel. 
Zuletzt kam die Mutter, und mit einem kurzen ´Schwupp´ war alles auf der Schaufel.

Lieber Gott, wenn ich mal sterbe, dann schau mein Leben mit den Augen jener Mutter an und kehre Du in Deiner Liebe alles, was trotz größter Anstrengung einfach immer danebenging, dahin, wo es hätte hingehen sollen.


Ich danke Dir für Deine großzügige Liebe.

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